Einsatzhärten ist eine Oberflächenhärtung von Stahl mit örtlicher Änderung der chemischen Zusammensetzung. Die Ausführung erfolgt in zwei Stufen, die zeitlich getrennt sein können: Einsetzen, d. h. oberflächliches Aufkohlen kohlenstoffarmen Stahls, und Härten. Die Aufkohlung beruht auf Eindiffundieren und Lösen des Kohlenstoffes bei Temperaturen von ca. 850-950°C: Es stehen feste, flüssige und gasförmige Aufkohlungsmittel zur Verfügung.

Für die Großserienfertigung setzt man überwiegend gasförmige Medien ein, z.B. Methan CH4 oder Propan C3H3. Beim nachfolgenden Härten aus ergeben sich Einhärtungstiefen (Einsatztiefe) von 0,3 bis 4 mm. Das Härten nach dem Aufkohlen kann direkt aus dem Einsatz oder durch zweites Erwärmen erfolgen. Das Karbonitrieren ist ein Gaseinsatzhärten, wobei dem Trägergas Propan bzw. Methan noch 3-30% Ammoniakgas (NH3) zugesetzt wird. Danach enthält die Randzone zusätzlich zu 0,6-0,9 % C noch 0,4-2 % N, was die Reibverschleißfestigkeit steigert.

 

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