Korrosionsprüfverfahren

Korrosionsprüfverfahren

Neben der zeitaufwendigen Freibewitterung haben sich zwei Korrosionsprüfverfahren zur beschleunigten Bewertung des Korrosionsverhalten etabliert: a.) Salzsprühnebeltest nach DIN 50021; b.) Kesternich-Test nach DIN 50018. Beim Salzsprühnebeltest wird das Bauteil mit einer kontinuierlich versprühten, wässrigen Natriumchlorid-Lösung mit einer Massenkonzentration von 5g/100 ml beaufschlagt. Die DIN beschreibt drei Prüflösungen, die zum Einstellen von unterschiedlichen pH-Werten verwendet werden: 1.) Reine Natriumchloridlösung durch Einstellen des pH-Wertes von 6,5-7,2 durch verdünnte Salzsäure. 2.) Verschmischung der Natriumchloridlösung mit Essigsäure zur Einstellung des pH-Wertes von 3,1-3,3. Zusätzlich zur Mischung der Natriumchloridlösung mit Essigsäure wird Kupferchlorid hinzugefügt, was ebenfalls einen pH-Wert von 3,1-3,3 ergibt. Das Testergebnis drückt man in Stunden bis zum Auftreten von Korrosionsprodukten aus (Weißrost, Rotrost). 3.) Der Kesternich-Test beschreibt eine Prüfung im Kondenswasser-Wechselklima mit schwefelhaltiger Atmosphäre. Unter Aufheizen auf 40°C und nachfolgendem Abkühlen auf Raumtemperatur wird 5-mal ein 24-stündiger Zyklus durchfahren. Danach entfernt man die Korrosionsrückstände, trocknet und bestimmt dann durch Wiegen der entstandenen Abtrag durch die Korrosion.

 

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2018-04-30T08:40:48+00:0027. August 2013|