Technische Informationen zur Gefahr von wasserstoffinduzierten Sprödbrüchen bei metallischen Verbindungselementen

Technische Informationen zur Gefahr von wasserstoffinduzierten Sprödbrüchen bei metallischen Verbindungselementen

Wir möchten unsere Kunden darauf hinweisen, dass bei mechanischen Verbindungselementen aus Metall die Gefahr einer Wasserstoffversprödung bei den etablierten Herstellungsverfahren inklusive deren Nachbehandlungen auch bei höchster Aufmerksamkeit nicht auszuschließen ist. Besonders bei Bauteilen mit Zugfestigkeiten Rm ≥1000 Mpa oder Härten ≥320 HV besteht die Gefahr eines wasserstoffinduzierten Sprödbruchs.

Zur Risikominimierung kann eine Temperbehandlung der Bauteile unmittelbar nach dem Beschichtungsprozess beitragen. Nach dem derzeitigem Stand der Technik kann ein vollständiger Ausschluss der Sprödbruchgefahr jedoch nicht garantiert werden. Der Einsatz alternativer Beschichtungssysteme sollte in Betracht gezogen werden, um das Risiko eines wasserstoffinduzierten Sprödbruches zu vermindern.

Wenn konstruktionsbedingt oder aus Sicherheitsgründen für den Einsatzbereich des von uns zu liefernden Artikels eine Verminderung der Gefahr von Wasserstoffversprödung wichtig ist, wird empfohlen, die Wahl des Ausgangsmaterials sowie die Prozessdurchführung für seine Bearbeitung mit uns festzulegen.

Der Anwender von Verbindungselementen ist mit den jeweiligen Einsatzzwecken und den daraus resultierenden Anforderungen vertraut und muss daher das geeignetste Oberflächensystem auswählen. Weil wasserstoffinduzierte Sprödbrüche nicht vollständig auszuschließen sind, ist unsere Haftung diesbezüglich entsprechend eingeschränkt.

2018-04-12T09:24:12+00:00 17. Oktober 2016|