Eindiffundierender Wasserstoff bildet im Stahl Metallhydride, die zu Versprödung bzw. zu gleitblockierenden Gitterverspannung führen, was einen Sprödbruch zur Folge haben kann. Außerdem kann er an sog. Inneren Oberflächen (Korngrenzen) zum H2-Molekül rekombinieren und danach den Werkstoff zusätzlich verspannen. Der den Werkstoff schädigenden Wasserstoff kann vom Stahl beim Beizen, Galvanisieren und bei der Korrosion aufgenommen werden.

Die Empfindlichkeit gegen Sprödbruch steigt mit zunehmender Festigkeit des Stahls. Besonders groß ist die Gefahr der Wasserstoffaufnahme bei der galvanischen Beschichtung, durch das vorgeschaltete Beizverfahren und die Beschichtung. Dies kann durch geeignete Nachbehandlung weitgehendst vermieden werden (Erwärmung auf 190 – 220°C mit Haltezeiten von 2 bis 4 Stunden).

 

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